Mit dem Eclipse-Release „Galileo“ erhalten Entwickler über zehn Jahre SOA-Expertenwissen
Neue Laufzeitkomponente erlaubt die Umsetzung sowohl anspruchsvoller Enterprise-Applikationen als auch „leichtgewichtiger“ Anwendungen
Bonn, 24. Juni 2009. Das integrierte Release „Galileo“ des weltweit führenden Open-Source-Konsortiums Eclipse enthält als neue Laufzeitkomponente ein flexibel erweiterbares Framework für Service-orientierte Architekturen (SOA). Das Framework wurde im Rahmen des Eclipse-Projekts „Swordfish“ entwickelt, dessen Treiber und Initiator der deutsche Open-Source-Anbieter SOPERA ist. SOPERA ist zugleich Strategic Developer Member der Eclipse Foundation. Das am 24. Juni veröffentlichte Galileo-Release ermöglicht Anwendern somit erstmalig eine lizenzkostenfreie Entwicklung und den Betrieb von SOA-Applikationen auf Basis von Eclipse-Technologien. Je nach Bedarf lassen sich sowohl anspruchsvolle Enterprise-Applikationen als auch „leichtgewichtige“
Anwendungen umsetzen.
„Mit Swordfish erhalten die Eclipse-Anwender Zugriff auf über zehn Jahre Expertenwissen aus dem Mission-Critical-Betrieb einer SOA-Plattform“, erläutert Dr. Ricco Deutscher, Geschäftsführer von SOPERA. Mittels einer SOA können Unternehmen heterogene ITLandschaften leichter integrieren und zudem Geschäftsprozesse flexibler unterstützen. Die Technologie basiert auf der Entwicklungsleistung des SOA-Pioniers Deutsche Post DHL, der im Jahr 2007 den Programmcode für das Herzstück seiner internen SOA-Plattform, den Enterprise Service Bus, an Eclipse zur Weiterentwicklung übertragen hatte. Im Rahmen von Swordfish wurde der Enterprise Service Bus zu einem flexiblen und dezentralen SOAFramework ausgebaut. „Durch das Hinzufügen zusätzlicher Komponenten lässt sich die Technologie gemäß des spezifischen Bedarfs der Unternehmen sehr gut anpassen und erlaubt die Umsetzung sowohl anspruchsvoller Enterprise-Applikationen als auch „leichtgewichtiger“ Anwendungen“, verdeutlicht Deutscher. Swordfish baut dazu auf bewährte Open-Source-Technologien wie Eclipse Equinox. Zudem wird Apache ServiceMix genutzt, dessen SOA-Funktionalität im Rahmen von Swordfish indes deutlich erweitert wurde.
Swordfish-Features im Galileo Release
Swordfish setzt auf eine dezentrale Architektur und vermeidet somit Flaschenhälse, die durch zentrale Komponenten entstehen können. Die Plattform ist daher in hohem Maß skalierbar. Die in Swordfish enthaltene Service Registry bietet zudem einen kompletten Überblick zu den existierenden Services einer SOA und spielt eine Schlüsselrolle bei der Wiederverwendung von Services. Zur dezentralen Architektur von Swordfish steht die Registry dabei in keinem Widerspruch. Zusätzlich ermöglicht die Registry ein transparentes Management von Services mittels definierter Richtlinien (Policies). Durch Policies können so genannte „nicht funktionale Serviceanforderungen“ – etwa Antwortzeiten oder Verschlüsselung – komfortabel gesteuert werden. Dies schafft mehr Transparenz – bei Änderungen von nicht funktionalen Anforderungen muss zudem keine einzige Zeile Businesscode verändert werden. Sowohl die verteilte Architektur von Swordfish, als auch die Nutzung einer Registry und von Policies dienen letztlich dazu, die Serviceteilnehmer voneinander zu entkoppeln. Swordfish setzt somit eine zentrale Anforderung von SOA bereits auf der Ebene der Technik um. Als weitere Komponenten, die mit „Galileo“ ausgeliefert werden, erhalten die Anwender zudem Toolsupport.
Ausblick auf die Swordfish-Roadmap
Im Verlauf der nächsten Monate wird der Lieferumfang von Swordfish weiter ausgebaut. Ab November 2009 soll zum Beispiel zusätzlich weit reichende Management- und Monitoring- Funktionalität zur Verfügung stehen. Das November-Release enthält außerdem Funktionen für ein effektives Service/Business Activity Monitoring (SAM/BAM). Auf der weiteren Roadmap von Swordfish stehen danach die Integration von Werkzeugen für das Business Process Management, eines Repository für die Ablage aller im Rahmen des SOA-Workflows erzeugten Artefakte sowie die Integration eines Security Frameworks. Des Weiteren sollen Schnittstellen zu „Hyperic HQ“, einer führenden Open-Source-Software für Systemmanagement und -monitoring und zur Open-Source-Lösung für Datenintegration „Talend“ ergänzt werden. „Mit diesem funktionalen Scope unterstreicht Swordfish seinen Anspruch, sich zur ernsthaften Open-Source-Alternative im Bereich von SOA zu entwickeln,“ erklärt Deutscher. „Den Grundstein dafür haben wir mit dem jetzigen Galileo-Release bereits gelegt.“
SOPERA GmbH (www.sopera.com)
SOPERA unterstützt Unternehmen bei der Realisierung Service-orientierter Architekturen (SOA). Die Integrationslösung SOPERA ASF (Advanced Service Factory) ist als Open Source verfügbar und basiert auf der Plattform des SOA-Pioniers Deutsche Post. In SOPERA ASF steckt die fundierte Praxiserfahrung aus Entwicklung und Betrieb in einem anspruchsvollen Enterprise-Umfeld. SOPERA ist quelloffen, modular, standardbasiert, unterstützt Best of Breed-Konzepte und deckt den gesamten SOA Lifecycle ab. Unabhängig von der Deutschen Post, bietet die SOPERA GmbH Support und Services rund um die Open-Source-Plattform an.
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